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März 2017
Nr. 219


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Foto: Meyer Sound
Kleiner Lautsprecher, großer Sound

25 Jahre nach dem HD-1 wagt sich der bekannte US-amerikanische PA-Lautsprecherhersteller Meyer Sound wieder an einen Studiolautsprecher. Was der kleine Lautsprecher zu leisten vermag, hat sich Georg Burdicek angehört.

Man sollte ein Buch nicht nach seinem Umschlag und genauso wenig einen Lautsprecher nach seiner Größe beurteilen. Überraschend großer Klang braucht nämlich kein großes Gehäuse mehr – das zeigt uns Meyer Sound mit dem neuen AMIE Precision Studio Monitor.
Dieser kompakte Zwei-Wege-Aktivlautsprecher für das Nahfeld wurde in Zusammenarbeit mit Skywalker Sound entwickelt, um auch in kleinen Postproduktionsräumen problemlos für die große Leinwand mischen zu können. Besonderer Wert wurde auf Linearität und Neutralität gelegt, ein spezieller Waveguide sorgt für ein hervorragendes Abstrahlverhalten.

Holzkiste
Eine gewisse Verwandtschaft zum PA-Lautsprecher merkt man dem Lautsprecher an: Trotz der kompakten Maße ein hohes Gewicht von 11,3 Kilogramm, eine stabile Holzkonstruktion und eine kratzresistente Oberflächenbeschichtung.
Spartanisch hingegen ist die Ausstattung: Auf der Vorderseite sitzen die beiden Schallwandler und ein Meyer-Logo. Auf der Rückseite gibt es einen XLR-Eingang, einen XLR-Durchschliff, einen Powercon-Stecker, ebenfalls mit Durchschliff, sowie drei Status-LED für Power und Limiting im Hochton- und Tieftonweg. Es gibt keine Schalter, keine Filter: Aufstellen, anstecken, spielt.
Intern werken in jedem Lautsprecher zwei Class-D Verstärker, die optimiert angepasst auf ihren jeweiligen Treiber für präzises Impulsverhalten und möglichst geringe Verzerrung sorgen.
Als Hochtontreiber kommt eine klassische 1 Zoll Kalotte zum Einsatz, vor der aber ein neu entwickelter Constant Directivity Wave Guide sitzt. Als Tieftöner spendiert man der AMIE einen 6,5 Zoll Long Throw Treiber. Die Übernahmefrequenz der beiden Systeme liegt bei 1.500 Hertz.
Meyer selbst gibt den Frequenzgang der AMIE mit 45 Hertz bis 20 Kilohertz an, wobei wir die praktische sinnvolle Nutzbarkeit von 45 Hertz im normalen Einsatz angesichts des 6,5 Zoll Treibers nicht so ganz glauben wollen. Im Normalfall wird man AMIE aber sowieso mit einem Subwoofer ergänzen, um auch den Tieftonbereich vollständig abdecken zu können – Meyer hat leider erst kurz nach unserem Test einen entsprechenden passenden Subwoofer vorgestellt.

Wie dieser Lautsprecher klingt und warum Georg Burdicek ihn in die Reihe interessanter und testenswerter Alternativen einstuft, erklärt er ab Seite 34 der aktuellen Ausgabe von MEDIA BIZ.
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