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Juni 2017
Nr. 223


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Der Debutfilm von Regisseurin Julia Frick (im Bild mit Marco Zimprich) zählt zu den wenigen Kinospielfilmen in Österreich, der zwar mit Sponsoren und Unter­stützungen, aber ohne die großen Förderer realisiert wurde.
Foto: Josef Fallnhauser
Das kleine Vergnügen

So der Titel des Debutfilms von Regisseurin Julia Frick, in dem Waltraut Haas nach vielen Jahren wieder vor der Kamera stand, den DoP Marco Zimprich, aac fotografierte und dabei unter anderem auch mit seiner Sony F65 durchaus sein kleines Vergnügen hatte, berichtet Wolfgang Ritzberger.

Marco Zimprich hat eine, und das schon seit fünf Jahren, wie er leicht erstaunt vorrechnet: „Wirklich, so lange ist das schon her?“ Und seit fünf Jahren ist sie auf der Höhe der Zeit geblieben, eigentlich eine technische Meisterleistung, meint der vielseitig und international erfahrene DoP mit durchaus erkennbarer Zufriedenheit. Offensichtlich war seine Entscheidung, sich eine Sony F65 zuzulegen, richtig: „Egal, welche andere Kamera ich damals gekauft hätte, ich könnte sie mir heute eigentlich ins Regal stellen.“ Das sei das Wunderbare an der F65, so Zimprich, der 8k (!) Sensor  könne dank neuer Firmware mittlerweile 6k, aber die 4k, mit denen heute gearbeitet werde, wären mehr als ausreichend. „Es macht schon einen Unterschied, ob ich das Bild aufblasen muss oder ob die Kamera von einem höheren Level runter rechnet.“ Eine Kamera zu bauen, die nach fünf Jahren ihrer Zeit eigentlich noch voraus wäre, dass müsse man Sony erst mal nachmachen.

Eigentlich war Marco Zimprich die zweite Besetzung, Regisseurin Julia Frick hatte eine deutsche Kollegin als Kamerafrau im Sinn, überhaupt sollte der Film, der die Geschichte einer Frau erzählt, von so viel Frauen wie möglich gemacht werden. Aber die Kollegin sagte kurz davor ab, und so kam Marco Zimprich ins Spiel. Und mit ihm seine Sony F65, seine Cooke Mini S4 Optiken und der legendäre Mitchell Kurbelkopf, mit dem sich Schwenks und Neigungen so elegant wie Kamerafahrten gestalten lassen, schwärmt Zimprich.

Der Film erzählt die Geschichte einer Mutter, Haus- und Ehefrau, deren Kinder erwachsen sind und der der Ehemann abhanden kommt. Der Weg führt in ein neues Leben, nach Irrwegen über eine Erotikboutique zum Erfolg. Julia Frick erzählt ihre Geschichte als Komödie, meint die Auseinandersetzung mit den Themen einer erwachsenen Frau aber durchaus ernst. Die österreichischen Filmschaffenden würden explizit dazu aufgerufen, Filme aus der Sicht von Frauen und mit Frauen zu drehen, so Frick, die dann enttäuscht hinzusetzt: „Dann will man so einen Film machen und scheitert auf allen Ebenen. Bei den diversen Förderungen bin ich abgeblitzt, und auch die großen Produzenten haben zuerst gemeint, ein Frauenfilm interessiere keinen Menschen.“

Ab Seite 22 der aktuellen Ausgabe von MEDIA BIZ bietet Wolfgang Ritzberger Einblicke in die Dreharbeiten und das Kamerakonzept von DoP Marco Zimprich, aac, des Debutfilms von Regisseurin Julia Frick, den diese mit Sponsoren und Unterstützungen, aber ohne die großen Förderer realisieren konnte. Und sie konnte einen sehr stimmigen Cast mit großen Namen zusammenstellen: Petra Kleinert, Waltraut Haas, Marcus Strahl, Reinhard Nowak, Barbara Karlich, Ramesh Nair, Mirella, Michael Buchinger, Sabine Kunz, Ana Ritopecki, Alice Frick, Dana Proetsch, Reinhold Kammerer, Peter Pausz, Verena Leitner.
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