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Mai 2017
Nr. 222


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LINEAPP CAST im Einsatz für Dolmetsch- und Liveübertragung beim  4Gamechanger Festival in der Wiener Marxhalle.
Foto: Events.Puls4.com
Wer braucht das?

Diese Frage stellte Alexander Kränkl seinen Mitarbeitern des Start-Ups LineApp und fand die Antwort selbst. Wenn auch etwas anders als gedacht. Wolfgang Ritzberger hörte beim „4Gamechanger“ Festival rein.

LineApp ist eine recht einfache und wahrscheinlich genau deshalb geniale Idee. Warum, so fragten sich Alexander Kränkl und seine Mitarbeiter schon vor Jahren, verwenden wir bei Veranstaltungen, im Fernsehstudio oder am Filmset für die Kommunikation immer noch traditionelle Funkgeräte oder aufwändige Verkabelungen? Und warum müssen wir teure Geräte anschaffen, wenn die meisten von uns doch bereits recht teure Geräte besitzen, deren Kapazität sie nur zu einem Bruchteil ausnutzen? Wir zahlen viel für ein komplexes Stück Technik, das Smartphone, egal ob aus dem Apfelladen oder von der Konkurrenz. Aber nur für Telefonie, SMS oder Emails ist das Teil doch etwas kostspielig.

Zurück zur einfachen Idee: Man nehme ein WiFi, programmiere eine App, die dafür sorgt, dass die Smartphones mit App im gleichen WiFi einander erkennen, und schon können sie miteinander reden. Klingt einfach, war es aber programmtechnisch nicht. Betreiber und Verleiher von komplexen Funkkommunikationsanlagen wissen das. Alexander Kränkl: „Jedes Mal, wenn ich, noch als Geschäftsführer bei Grothusen, bei meinen Programmierern vorbeigeschaut habe, hat es geheißen, wir arbeiten noch daran.“ Seine Frage, wer braucht das dann, wenn ihr fertig seid, konnte ihm keiner beantworten. Anscheinend zu Recht, denn obwohl fertig, schien die Idee am Markt nicht umsetzbar. Zumindest fand sich niemand, der anbeißen wollte.
Die Bemühungen waren nicht vergeblich, nur hatte die richtige Technologie den richtigen Kunden noch nicht gefunden. Sanfte Abblende: Ein Schicksal, das auch LineApp erleiden hätte können, wie so etliche andere Start-Ups, die zwar mit der richtigen Idee aber zum falschen Zeitpunkt mit auf die Bühne wollten.

Aufblende: Wir treffen Alexander Kränkl beim „4Gamechanger“ Festival in der Marxhalle Ende April. Locker und aufgeräumt führt er uns durch die Riesenhallen, wo Start-Ups und Investoren einfach mit Tischen und Beachflags präsent sind und hunderte Zuschauer den mehrsprachigen Diskussionen auf der Bühne folgen. Kränkl setzt mir einen Kopfhörer auf, den er in sein Mobiltelefon gestöpselt hat, und ich höre eine Dolmetscherin. Kränkls LineApp stellte die dafür notwendige Kommunikationstechnik zur Verfügung, endlich hat der Deckel einen passenden Topf gefunden.

LineApp (www.lineapp.pro) wird möglicherweise in Kürze einem größeren Publikum hilfreiche Dienste leisten. Vom LineApp-Einsatz beim „4Gamechanger“ Festival berichtet Wolfgang Ritzberger auf Seite 32 der aktuellen Ausgabe von MEDIA BIZ.
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