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Juni 2017
Nr. 223


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Marcus Klug:  Die gesamte Arbeitswelt befindet sich in einem extremen Umbruch. Die Frage ist, wie ich darauf reagiere  mit Angstmacherei und verstärkter Kontrolle oder mit kreativen Maßnahmen, die darauf abzielen, neue innovative Arbeitsstrukturen zu schaffen.
Foto: Katharina Kreische
Abenteuer digitale Zukunft

Bereits 2012 haben Marcus Klug und Michael Lindner ihre Plattform digitalistbesser.org ins Leben gerufen. Kürzlich ist ihr erstes Sachbuch „Morgen weiß ich mehr. Intelligenter lernen und arbeiten nach der digitalen Revolution“ im Selfpublishing-Verlag Tredition erschienen – eine spannende Mischung aus Theorie und Praxis, die Menschen dazu inspirieren soll, den digitalen Wandel kreativ mitzugestalten. Gabrielle Schultz sprach mit Marcus Klug.

Im Gegensatz zu Dave Eggers Roman „The Circle“, in dem er das Bild eines neuen digitalen Totalitarismus beschwört, ermutigen Sie gemeinsam mit Michael Lindner die Menschen dazu, den digitalen Wandel mitzugestalten.
Ich habe nur Teile aus dem Roman gelesen, der meiner Ansicht nach eindimensional die Auswirkungen der Digitalisierung thematisiert. Aber der Roman lässt sich auch nicht mit unserem Sachbuch vergleichen, das sich doch schwerpunktmäßig an Menschen richtet, die beruflich mit der Vermittlung, Anwendung und Vernetzung von Wissen zu tun haben und zunehmend mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf Arbeitsprozesse konfrontiert werden. Die gesamte Arbeitswelt befindet sich in einem extremen Umbruch. Die Frage ist, wie ich darauf reagiere – mit Angstmacherei und verstärkter Kontrolle oder mit kreativen Maßnahmen, die darauf abzielen, neue innovative Arbeitsstrukturen zu schaffen.

Künstliche Intelligenz und mobile Roboter bedrohen laut Studien angeblich jeden zweiten Arbeitsplatz.
Die beiden Oxford-Forscher Carl Benedikt Frey und Michael A. Osborne haben 2013 ihre Studie „The Future of Employment“ veröffentlicht, in der sie bereits aufzeigten, dass sich im Gegensatz zu den vorangegangenen Phasen der Industrialisierung in Zukunft kaum noch eine Berufsgruppe sicher sein kann, nicht irgendwann durch Maschinen ersetzt zu werden. Innerhalb der kommenden 20 Jahre seien rund 47 Prozent und damit fast jeder zweite beschäftigte US-Amerikaner dem Risiko ausgesetzt, den Arbeitsplatz durch Automatisierung und Digitalisierung zu verlieren. Wie geht man nun mit dieser Entwicklung um? Wie verabschiedet man sich von der Industrialisierung im Kopf? Und wie generiert man mehr Innovation in Bildung und Arbeit. Wir wollen Menschen dazu motivieren, kreativ die Möglichkeiten der Digitalisierung für sich zu nutzen. Anhand einzelner Fallbeispiele in dem Buch zeigen wir ja auch sehr konkret auf, wie sich der digitale Wandel nutzen lässt, um eigene Wege zu finden und zu gehen.

Durch die Digitalisierung ausgelöste Transformationsprozesse oder die Auseinandersetzung mit Aspekten der Digitalisierung auf politischer Seite sind weitere Themen, die Gabrielle Schultz mit Marcus Klug bespricht. Zum Sachbuch gibt es zudem eine Landingpage mit einem Video, einer Leseprobe und weiteren Informationen:
www.digitalistbesser.org/sachbuch.


Morgen weiß ich mehr. Intelligenter lernen und arbeiten nach der digitalen Revolution
Marcus Klug, Michael Lindner
Tredition Verlag
365 Seiten
19,99 Euro
ISBN: 978-3-7345-7752-9
Bis zu Erscheinen der zweiten Auflage Anfang 2018 erhalten Abonnenten auf www.digitalistbesser.org/
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