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Sommer 2019
Nr. 241


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Großer Badabumm

Mit diesen Worten beschreibt Milla Jovovich, Darstellerin der „Leeloo“ in dem Film „Das 5. Element“, die große Explosion, der sie als 5. Element zum Opfer fiel. Mit einem großen Badabumm setzte ein Handelsgericht im Pariser Vorort Bobigny Luc Bessons Produktionsfirma Europacorp unter Gläubigerschutz. Das Unternehmen ist mit einem zweistelligem Millionenbetrag überschuldet, berichtet Wolfgang Ritzberger.

Der Film „Das 5. Element“ war auch so eines der Lieblingsprojekte des französischen Regisseurs, das schon seit Kindheitstagen in seinem Kopf herumgeisterte. Das Projekt wurde in den 90er Jahren von Gaumont (älteste existierende Filmproduktionsfirma der Welt) und Warner Brothers in Angriff genommen und dann vorübergehend von den Amerikanern gestoppt, weil die Produktionskosten auf mehr als 100 Millionen Dollar kletterten. Erst als Besson mit „Leon, der Profi“ mit Jean Reno und der noch sehr jungen Natalie Portman ein auch kommerzieller Erfolg gelang, traute sich Warner Brothers auch über das 5. Element.
Die Befürchtungen waren übrigens berechtigt, in den USA enttäuschten die Einspielergebnisse, erst das mehr als doppelt so hohe Box-Office, das weltweit erzielt werden konnte, machte ihn zum Erfolg. Und bis „Lucy“ im Jahr 2015, also fast 20 Jahre lang, galt er auch als kommerziell erfolgreichster Film Bessons.
Da spukte dem Franzosen allerdings schon längst der nächste Film im Kopf herum, den er unbedingt machen wollte: „Valerian und die Stadt der tausend Planeten“. Allerdings, der Traum aus dem französischen Comic „Valerian et Laureline“ einen Spielfilm zu machen, entwickelte sich schließlich zum Albtraum.

Warum die Idee Bessons, dem US-amerikanischen Unterhaltungskino mit einer europäischen Variante etwas entgegen halten zu können, offensichtlich gescheitert ist, berichtet Wolfgang Ritzberger auf Seite 34 der aktuellen Ausgabe von MEDIA BIZ.
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