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Dezember 2018
Nr. 236


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MEDIA BIZ digital
Videorallala

Unverdrossen und daher mit Erfolg, soweit sich das jetzt schon konstatieren lässt, hat sich der Film- und Videobereich bei der diesjährigen Photo+Adventure auch im zweiten Jahr bewährt. Das Konzept wird weiterentwickelt und ausgebaut, das Augenmerk liegt nun auf einer stärkeren Positionierung, berichtet Wolfgang Ritzberger.

Zuspruch und Zustrom waren, wie die Jahre zuvor, erfreulich groß, allerdings strömten die meisten Besucher am Samstag in die Halle B der Wiener Messe. Christoph Mann, Sigma Österreich /Julius Escher: „Der Besucheransturm war so groß, dass wir auch mit einem doppelt so großen Team vor Ort ständig beschäftigt gewesen wären.“ Das führte dazu, dass am Sonntagnachmittag, das irrationale Gefühl „Was ist jetzt los“ aufkam, dem die Zahlen eindeutig widersprechen.

Österreichische Filmautoren (www.filmautoren.at),
Dieter Leitner und Egon Stoiber, zu Gast auf der Live-Bühne der Videosektion
Foto: Frédéric Kacek

Im Zentrum des Film- und Videobereiches stand wie letztes Jahr eine Bühne, die von Frédéric Kaczek unter Verwendung seines Kflect-Systems ausgeleuchtet wurde. Als Lichtquelle dienten zwei klassische Arrie Daylights, die hinter der Bühne positioniert gegen die Decke gerichtet waren. Mittels verschiedener Reflektoren war die Gesprächssituation mit allen Schikanen ins rechte Licht gesetzt: größere Reflektoren für das Hauptlicht, kleinere mit einer speziellen Struktur für die Aufhellung und ebenfalls kleinere, die aber sehr gezielt gerichtet waren, für die Spitzen auf den jeweiligen Positionen auf der Bühne. Am Stand von Kflect zeigte Frédéric Kaczek auch den von ihm entwickelten Grip. Die Gelenke, die auf den ersten Blick wie klassische magic arms aussehen, unterscheiden sich davon doch wesentlich: „Beim magic arm sind die entriegelten Gelenke in allen Richtungen beweglich, ich wollte Arretierungen, mit denen ich das Gelenk im Bedarfsfall nur in einer Achse entriegeln kann.“ Außerdem werden die Reflektoren einfach mittels Magneten auf den Grip-Armen befestigt. Klingt einfach, aber, so Kaczek: „Wir haben lange experimentiert und entwickelt, bevor sich die Gelenkarme so einfach und beweglich benützen lassen. Eines der vielen Patente meines Systems.“

Das eingespielte Team rund um Alexander „Bobo“ Boboschewski, aac, und Peter Schröder hat mit Cinelive (www.cinelive.at) zwei Tage lang das Geschehen auf der Bühne live übertragen. Wie sich dieses Zusammenspiel aus Technik, das heute unter der Marke Cinelive bekannt geworden ist, entwickelt hat und wie sie es einsetzen, erklärten die beiden bei ihrem Auftritt auf der Bühne. Als Geburtsstunde kann Michael Niavaranis Adaption von „Richard III“ für sein Globe Theater in der Marx Halle angesehen werden. Peter Schröder: „Wir haben ihm beide Möglichkeiten gezeigt. Einmal mit klassischer Kleinelektronik, also 2/3 Zoll Chips, und einmal mit Kameras mit großen Sensoren und Kino-Optiken. Und genau das wollte er dann.“ So entstand die Aufzeichnung des sehr erfolgreichen Theaterstücks, die später auf Servus-TV ausgestrahlt wurde und auf DVD erhältlich ist. Mittlerweile sind die beiden sehr gut gebucht, immer mehr Künstler und TV-Anstalten setzen auf die Qualität, die die beiden zu liefern imstande sind. Alexander Boboschewski lapidar: „Der 35-mm-Kinolook entsteht aus der Kombination von großem Sensor und kleiner Blende. Dann wird die Schärfe, dank fehlender Tiefenschärfe, zu einem dramaturgischen Element.“ Wobei es sich leichter redet als durchführen lässt, das System, mit dem die beiden mittlerweile anrücken, ist das Ergebnis einer Entwicklung der letzten Jahre - dafür steht jetzt eine komplette Regie, die technisch so gut wie jede Auflösung und jede Kamera verarbeiten kann, selbstredend die Summe der und alle Kameras einzeln aufzeichnet und sogar ein fertiges Signal fürs Streamen anbietet, das vorgibt eine Webcam zu sein (die Voraussetzung etwa für FB oder andere Plattformen für einen Livestream).

Einen Überblick über Produkt-Highlights und Live-Diskussionen der Sektion Film+Video im Rahmen der Photo+Aventure Wien 2018 finden Sie in den MEDIA BIZ Ausgaben September, Oktober, November und Dezember und auf www.mediabiz.at. Die von der Live-Bühne gesendeten Beiträge können auf https://www.facebook.com/MEDIABIZ.at/ eingesehen werden.

Film+Video @ Photo+Adventure 2019
9. und 10. November, Messe Wien
www.mediabiz.at/P+A.htm
www.photoadventure.at/pa/film-video/
Standbuchungen und Anmeldungen für Vorträge und Workshops sind bereits möglich: video@photoadventure.at
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