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Dezember 2019
Nr. 245


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Österreich-Pavillon in Toruń

Pavillon ist zwar noch etwas übertrieben, aber die drei österreichischen Aussteller Dwarf Connection, Kaczek Visuals und qinematiq, die sich einen Stand auf der Camerimage geteilt hatten, sind, wie sie Sylvia Bergmayer im Gespräch vermittelten, nicht abgeneigt, auch im kommenden Jahr ihre Produkte wieder in Toruń zu präsentieren.
Fotos: Frédéric-Gérard Kaczek AAC

Das Internationale Festival der kinematographischen Kunst CAMERIMAGE ist nach seinen Stationen in Łódź und anschließend in Bydgoszcz mit seiner 27. Ausgabe nun wieder in das mittelalterliche polnische Städtchen Toruń zurückgekehrt. In Toruń wird, wie Ende September verkündet wurde, eine neue nationale Kulturinstitution, das European Film Center CAMERIMAGE, entstehen, die das Camerimage Film Festival und weitere internationale Filmveranstaltungen organisieren und mitfinanzieren soll.
Gegründet wurde das Festival, das Filme in zahlreichen Wettbewerben nach ihren visuellen, ästhetischen und technischen Werten auszeichnet, um die Kunst der Bildgestaltung zu feiern und zu ehren. Neben den Wettbewerben umfasst das Festival, das von einem umfassenden Seminar- und Workshop-Programm begleitet wird, unter anderem auch den EnergaCAMERIMAGE-Markt, das EnergaCAMERIMAGE-Forum und zahlreiche Begleitveranstaltungen. Seit 1997 wird zudem ein spezielles Programm für Studierende geboten, das auch ein Gastfamilienprogramm umfasst.

Eröffnet wurde die diesjährige Ausgabe des neuntägigen Festivals im Festival Centre CKK Jordanki am 9. November. Im Rahmen der Eröffnungsfeier überreichten Camerimage-Festivaldirektor Marek Żydowicz und Festivalorganisator Kazik Suwala dem Präsidenten der American Society of Cinematographers (ASC) Kees van Oostrum eine Sonderauszeichnung anlässlich des hundertjährigen Bestehens der ASC. Van Oostrum verkündete danach, dass die ASC als außerordentliches Mitglied der IMAGO International Federation of Cinematographers beitreten werde, um „den guten Kampf" für die Rechte und Anliegen von Kameraleuten auf der ganzen Welt zu kämpfen.
Der US-amerikanische Kameramann Lawrence Sher, ASC wurde im internationalen Wettbewerb mit dem goldenen Frosch für die beste Kinematographie des Jahres im Film „Joker" ausgezeichnet, der auch den Publikumspreis gewann. Quentin Tarantino und Robert Richardson, ASC erhielten den Preis für das beste Kameramann-Regisseur-Duo.
Rund 200 Filme waren bei dem internationalen Filmfestival, das die Filmkunst feiert und bedeutende Leistungen der Kameraleute auf der ganzen Welt auszeichnet, zu sehen. Aber auch internationalen Filmstars wurde der Teppich ausgerollt, vor allem am Abschlussabend, darunter Richard Gere, Quentin Tarantino, Edward Norton, John Bailey, ASC oder Robert Richardson, ASC.
So eine hautnahe Begegnung mit einem Filmstar lässt offenbar auch „alte Branchenhasen“ nicht ganz unberührt. Von ihrer Begegnung mit Danny DeVito waren sowohl Frédéric-Gérard Kaczek, AAC, der eigentlich den Starrummel bei dem Festival für Kameraleute mit gemischten Gefühlen betrachtet, als auch Christian Zorzi schwer beeindruckt.

Beeindruckt und begeistert zeigte sich Christian Zorzi aber vor allem vom Erfolg des Dreiergespanns. „Ich weiß jetzt, warum die Studierenden der Filmakademie im Fach Kamera sich alljährlich schon im Sommer auf die Camerimage gefreut haben. Wir haben ja eigentlich nur geringe Chancen gesehen, einen Stand zu bekommen. Die Rückkehr des Festivals nach Toruń hat es offenbar möglich gemacht. Drei österreichische Entwickler auf zehn Quadratmetern, der Quadratmeter kostet immerhin 1.200 Euro, zuzüglich Mitaussteller-Zuschlag. Oberösterreichische Kameraleute, die Kamera-Funksysteme analysieren und auf Basis ihrer eigenen Anforderungen und der von Kollegen ein neues, verfeinertes entwickeln, Martin Waitz mit seinen 30 Jahren Entwicklererfahrung bei Arri und Cmotion und seit einigen Jahren mit seinem eigenen Unternehmen qinematiq. Und Frédéric-Gérard Kaczek AAC, der seit 2004 an der Umsetzung von den Ideen von Prof. Christian Bartenbach und von DoP Christian Berger, AAC arbeitet, der sein mittlerweile zur Serienreife entwickeltes KFLECT-Reflect Lighting System präsentierte.“

Was die drei Aussteller aus Österreich bei optimaler Raumnutzung auf zehn Quadratmetern präsentierten und mehr über ihre Eindrücke von der Camerimage (https://camerimage.pl/en/) erfahren Sie ab Seite 34 der aktuellen Ausgabe von MEDIA BIZ.
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