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Mehr Geld für Musik in Wien und Club Commission für Wien

Die Initiative Nachtbürgermeister Wien (www.n8bm.wien) fordert seit einiger Zeit eine Service-/Anlauf-/Vermittlungsstelle nach dem Vorbild von Städten wie Berlin, Amsterdam oder Zürich. Diese soll Konzepte und Lösungen erarbeiten zur Wahrung der Interessen von und zur Vermittlung bei Konflikten zwischen nächtlichen Akteur*innen, wie Club- und Barbetreiber*innen, Veranstalter*innen, Anrainer*innen, Politik und Stadtverwaltung. Nun soll von einer neu gegründeten „Vienna Club Commission“ ein Pilotprojekt für das Wiener Nachtleben erarbeitet werden.
Die Finanzierung dieses Pilotprojektes wurde Ende November im zuständigen Kulturausschuss des Wiener Rathauses mit den Stimmen aller Parteien beschlossen. „Wien hat eine Klubkultur, Wien braucht seine Klubkultur“, erklärt dazu Veronica Kaup-Hasler. Derzeit gebe es mindesten 80 entsprechende ‚Locations’, die Lage sei zum Teil unübersichtlich, die Forderungen der Szene hingegen vielfältig und berechtigt, so die Kulturstadträtin. „Nach einer fundierten Analyse haben wir daher einen bewusst offenen Prozess eingeleitet, der den Ansprüchen aller Beteiligten gerecht werden soll.“ Die Pilotierung der „Vienna Club Commission“ übernimmt mica (music austria; Antragsteller bei MA7). Das Commission-Team soll bis spätestens Sommer 2020 etabliert sein. Die „Vienna Club Commission" soll in Folge selbstständig bzw. eigenständig“ operieren. An eine langfristige Koppelung an mica ist vorerst nicht gedacht. 
Die „Vienna Club Commission“ ist nur eine der Neuerungen, mit denen Kaup-Hasler zeitgenössisches Musikschaffen als Kernthema der Stadt verankern will. Insgesamt erfährt laut Presse-Aussendung der Musikbereich für 2020 eine Höherdotierung von rund 1,5 Mio. Euro, was einer über sechs prozentigen Steigerung gegenüber dem Vorjahr entspricht (2019: 24.710.000 Mio. Euro; 2020: 26.271.000 Mio. Euro). Davon profitieren in besonderem Maße kleine Orchester, Ensembles sowie Projekte, womit die stark prekäre Arbeitssituation der freien Szene verbessert werden soll. Und zwar spartenübergreifend: So wurde im Gemeinderatsausschuss die Anhebung der Subvention für das Vorzeige-Festival Klangforum Wien (um 150.000 Euro auf insgesamt 900.000 Euro) ebenso beschlossen, wie die für den Jazz-Tempel Porgy & Bess (um 30.000 Euro auf insgesamt 140.000 Euro). Zusätzlich wird der Rahmen für einzelne Musikprojekte um 30 Prozent erhöht sowie in die Entwicklung von Stipendienprogrammen investiert. 
Im Dialog mit der freien Szene wird zudem eine Honoraruntergrenze besprochen, die als Empfehlung für zukünftige Einreichungen bei der MA 7 angeführt werden soll. Oft mangele es an den „vermeintlich einfachen Dingen“, erklärt die Stadträtin, weshalb für 2020 auch punktuelle Infrastrukturmaßnahmen geplant sind, die kleinen Institutionen und Veranstaltungsräumen, aber auch Probenorten die einmalige Erneuerung von technischem Equipment ermöglichen sollen.

www.wien.gv.at/kultur/abteilung/
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