N E W S
10 Jahre FÖFF

Das Forum österreichischer Filmfestivals (FÖFF) war im Jahr 2012 gegründet worden, um Filmfestivals in Österreich zu vernetzen und zu stärken und verfolgt seither als Interessensvertretung der Festivallandschaft in Österreich das Ziel, die angespannte Fördersituation zu optimieren.
Das FÖFF umfasst derzeit 23 Mitglieder unterschiedlicher Größe und Ausrichtung, die alle mit viel Engagement daran arbeiten, in Österreich eine Plattform für Filme zu schaffen, die dem Publikum ansonsten vielfach nicht oder kaum zugänglich gemacht werden.
Zu den Errungenschaften der ersten Dekade zählen unter anderem  umfangreiche Datensammlungen zu den heimischen Festivals, die Einführung eines Beiratsystems im Rahmen der Fördervergabe inklusive Harmonisierung von Förderformularen sowie eine Erhöhung der öffentlichen Mittel um knapp 60 Prozent (seit 2012).
Anlässlich des Jubiläums formulierte die Interessengemeinschaft zentrale Aufgaben und Ziele für die kommenden Jahre: Good-Practice-Modelle für nachhaltige Festivalarbeit, Teuerungsausgleich und eine Neuauflage des 2016 erstmals veröffentlichten „Festivalreports Österreich“, der die heimische Festivallandschaft als eine Erfolgsstory mit hoher Armutsgefährdung skizzierte.

Gemeinsames Fair-Pay-Entlohnungsziel
Pünktlich zum 10-Jahres-Jubiläum haben sich die Mitglieder des FÖFF auf ein gemeinsames Fair-Pay-Entlohnungsziel geeinigt. Damit wurde erstmals eine gemeinsame Grundlage geschaffen, an der sich sowohl Festivals als auch Förderinstitutionen orientieren können.
Das ambitionierte Papier teilt Festivaljobs auf Basis der Fair-Pay-Tabelle der IG Kultur in fünf Kategorien ein und legt entsprechende Zielvorgaben für Gehälter fest. „Die Tabelle dient“, so Benjamin Gruber, der gemeinsam mit Anna Ladinig als FÖFF-Sprecher fungiert,  „vor allem als Tool für Festivals, um auf Finanzierungslücken aufmerksam zu machen. Schließlich sind die Förder- und Budget-Niveaus bei Österreichs Filmfestivals weiterhin sehr unterschiedlich. Diese Einigung gibt zudem Anlass zur Hoffnung, dass ein verstärktes Bewusstsein für die geleistete Arbeit bei Festivals mittelfristig auch zu Änderungen in der Förder- und Entlohnungspraxis führt.“

Als erstes Filmfestival in Österreich hat die Viennale beschlossen, ihre Mitarbeiter*innen nach dem neuen Fair-Pay-Schema des FÖFF zu bezahlen - ein  erster wichtiger Schritt, dem möglichst rasch weitere Schritte folgen sollen. Ziel muss es nun sein, halten die FÖFF-Sprecher*innen fest, dass die  Gebietskörperschaften ihrem eigenen Anspruch entsprechend handeln und auch die weiteren FÖFF-Mitglieder ihre Mitarbeiter*innen dem neuen Schema entsprechend entlohnen können.

FÖFF Forum österreichischer Filmfestivals
Sprecher*innen: Anna Ladinig & Benjamin Gruber
www.film-festivals.at 

Mitglieder:
Alpinale
Crossing Europe Filmfestival Linz
Der neue Heimatfilm Freistadt
Diagonale
Diametrale Ethnocineca - Int. Documentary Film Festival Vienna
Festival of Nations
Filmfestival Radstadt
IFFI - Int. Film Festival Innsbruck
Internationales Kinderfilmfestival
Japannual
Jüdisches Filmfestival Wien
K3 Filmfestival
Porn Film Festival Vienna
Shortynale
SLASH Filmfestival
Suburbinale
this human world
Transition Film Festival
Tricky Women
video&filmtage
Viennale
Vienna ShortsYOUKI Int. Jugend Medien Festival
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