N E W S
„Rundfunk 2030 – Überlebt die Antenne?“
Fernsehen, Radio und Funkmikrofone
benötigen Frequenzen. Auch in Zukunft?
Szenarien, Gedanken und Schriften aus Europa

Die Publikation steht ab sofort auf der Website der RTR
zum Download zur Verfügung: https://www.rtr.at/Rundfunk2030
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Rundfunk 2030 – Überlebt die Antenne?

So lautet der Titel einer von der Medienbehörde KommAustria und dem Fachbereich Medien der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) am 19. September veröffentlichten Publikation mit internationalen Expertenbeiträgen anlässlich der Weltradiokonferenz 2023.

Der 150 Seiten umfassende Schriftenband befasst sich unter anderem mit Fragen wie: Wird es ab dem Jahr 2030 noch einen Fernsehempfang über Haus- oder Zimmerantenne geben? Oder sollen die dafür erforderlichen und letzten, verbliebenen TV-Rundfunkfrequenzen für den Mobilfunk umgewidmet werden?
Konkreter Anlass für die Publikation ist die World Radiocommunication Conference 2023 (WRC-23) 2023 in Dubai, zu der die Einzelstaaten der internationalen Gemeinschaft ihre jeweiligen Positionen finden und einbringen müssen.
„Als Regulierungseinrichtung für elektronische Medien sehen wir uns in der Pflicht, einen belastbaren, fundierten Beitrag zu einer Entscheidungsfindung für die österreichische Position in dieser weitreichenden Thematik beizusteuern“, erklärt Mag. Michael Ogris, Vorsitzender der KommAustria. „Ein Ende des digitalen Antennenfernsehens würde schließlich auch den Verlust eines niederschwelligen Zugangs der Menschen zu Medien- und Meinungsvielfalt und damit auf deren Teilhabe am demokratiepolitischen Diskurs bedeuten.“
„Auch die terrestrischen Radios auf UKW/DAB+ und deren Hörer:innen wären betroffen, da sich Fernsehen und Radio die großen Sendetürme teilen und der Hörfunk die Kosten dafür alleine nicht tragen könnte“, ergänzt Mag. Wolfgang Struber, Geschäftsführer des RTR-Fachbereichs Medien. 

In dem Schriftenband „Rundfunk 2030 – Überlebt die Antenne?“ von KommAustria und RTR Medien erläutern hochrangige Experten aus ganz Europa, welche technischen Entwicklungen derzeit in Arbeit sind und künftig von der Verfügbarkeit der heiß umworbenen Frequenzen abhängen. Umfassend wird beleuchtet, welche Auswirkungen ein Verlust der TV-Frequenzen im Bereich von 470 bis 694 MHz auch auf andere, von den Frequenzen direkt oder indirekt abhängige Branchen hätte. So wären außer dem Hörfunk auch alle Kulturbetriebe mit ihren drahtlosen Mikrofonen existentiell betroffen.
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